Gemeinsam stark in der Region - Morgen kann kommen!

Fusionsgespräche zwischen der Frankenberger Bank und Waldecker Bank

Liebe Kunden,

seit jeher sind wir für viele Menschen und Unternehmen vor Ort der starke und verlässliche Finanzpartner. Unser Erfolgsrezept: Wir folgen stets unserem genossenschaftlichen Prinzip "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele". Die Zeit ist im Wandel und auch wir wollen uns weiterentwickeln. Unsere Frankenberger Bank steht gut da und kann deshalb agieren und muss nicht reagieren. Genau diese Tatsache möchten wir für unsere Region, unsere Mitglieder und Kunden und Mitarbeiter gewinnbringend nutzen. Aus diesem Grund haben Aufsichtsrat und Vorstand am 08.09.2022 einstimmig beschlossen, konkrete Fusionsgespräche mit der Waldecker Bank aufzunehmen.

Warum jetzt?

In den vergangenen Jahren haben wir eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte in unserer Region geschrieben. Wir konnten uns zu einem leistungsstarken und erfolgreichen Kreditinstitut entwickeln. Darauf sind wir sehr stolz! Sie, unsere Mitglieder und Kunden, haben wir dabei stets in den Fokus gestellt. Dieses Alleinstellungsmerkmal möchten wir nachhaltig in die Zukunft tragen.

Sie können den Medien entnehmen, dass die Banken von tiefgreifenden und anhaltenden Veränderungen im Marktumfeld geprägt sind. Der verschärfte und sich rasant verändernde Wettbewerb, die Digitalisierung und damit einhergehend veränderte Kundenbedürfnisse prägen unsere gesamte Branche. Wir wollen ehrlich zu Ihnen sein: Auch an uns geht diese Situation nicht spurlos vorbei. Die immer noch anhaltende Niedrigzinspolitik ist verbunden mit geringen Zinsmargen und belastet unsere Ertragslage. Hinzu kommen Regulierungsvorgaben, die für mehr Bürokratie und steigende Kosten sorgen und uns damit von unserem Fokus ablenken, nämlich der Betreuung von Mitgliedern und Kunden. Mit der Corona-Pandemie und den politischen Geschehnissen in diesem Jahr kamen weitere Herausforderungen auf uns zu, deren Ausmaß noch nicht richtig abschätzbar ist. All dies gilt es im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells zu berücksichtigen.

Die gute Nachricht ist: Wir konnten uns dem negativen Ergebnistrend bisher durch unser auf Wachstum ausgerichtetes Geschäftsmodell weitgehend entziehen. Da wir in unserem Geschäftsgebiet aber weiterhin die Grundlage für eine breite Versorgung des gewerblichen Mittelstands und der privaten Haushalte mit Kreditmitteln aus unserem Haus garantieren wollen, gilt es, die Wettbewerbsposition unserer Frankenberger Bank nachhaltig zu stärken. Daher beleuchten wir die Möglichkeiten unserer künftigen Positionierung in unserem Geschäftsgebiet frühzeitig und umfassend. Dies auch vor dem Hintergrund unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden und Ihnen, unseren Kunden und Eigentümern der Bank. Deshalb können wir mit Überzeugung sagen, dass die Fusionsgespräche der erste und wichtige Schritt in die richtige Richtung sind.

Wir versprechen Ihnen, dass diese Entscheidung gut überlegt ist: Vorstand und Aufsichtsrat beraten seit Monaten über Optionen zum Erhalt der langfristigen Zukunftsfähigkeit. Die Herausforderungen bestehen insbesondere in der personellen Ausstattung (Finden und Halten von leistungsstarken Mitarbeitern) und in der Bewältigung der stetig steigenden Komplexität. Die Frankenberger Bank hat dazu in den letzten Wochen gleichzeitig mit mehreren möglichen Fusionspartnern verhandelt. Im Ergebnis sehen Vorstand und Aufsichtsrat die größten Chancen in einer Verschmelzung mit der Waldecker Bank. Die Fusion fände zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die beiden Häuser aus einer Position der Stärke heraus handeln. Fusionieren muss keine der beiden Banken.

Wieso eine Fusion mit der Waldecker Bank?

Unser oberstes Ziel ist es, langfristig für unsere Mitglieder und Kunden die Bank vor Ort und der beste Ansprechpartner rund um Finanzthemen zu sein. Aber auch unsere Mitarbeiter sollen von einer Fusion profitieren. Unsere Motivation und unser Anspruch ist es zudem, unsere genossenschaftlichen Mehrwerte nachhaltig zu sichern. Wir waren somit auf der Suche nach einem Partner, welcher genau diese Eigenschaften mit uns teilt. Die Aufnahmen von Fusionsgesprächen mit der Waldecker Bank liegt deshalb nahe, da sie unser Geschäftsgebiet optimal ergänzen und erweitern würde und schlussendlich eine selbstständige, moderne Genossenschaftsbank für unseren Landkreis Waldeck-Frankenberg - und damit auch für Sie - möglich macht.
Die Frankenberger Bank und die Waldecker Bank führen eine jahrelange, partnerschaftliche Beziehung zueinander mit regelmäßigem Erfahrungstausch, Wertschätzung und Vertrauen. Man kennt sich sehr gut und begegnet sich partnerschaftlich und vor allem auf Augenhöhe.

Neben diesen "inneren Werten" ist natürlich auch das wirtschaftliche Fundament von großer Bedeutung. Unsere Anforderung ist es, dieses nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern es vielmehr zu stärken. Geplante Gespräche stellen genau das auf den Prüfstand. Klar ist schon jetzt, dass eine Verschmelzung der beiden Genossenschaftsbanken im Landkreis erhebliche Vorteile für Mitglieder und Kunden, Mitarbeiter und die Bank selbst hätte. Zudem ist für die Waldecker Bank die gesellschaftliche Verantwortung für die Region ebenso wichtig wie für uns. Maßgabe einer möglichen Fusion ist deshalb auch, dass soziale, karitative und kulturelle Projekte, aber auch unsere Vereine und Schulen weiterhin umfassend gefördert werden.
Wir wollen gemeinsam genossenschaftlich denken und handeln – nur größer und stärker.

Gemeinsam könnten die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigt und gleichzeitig das Geschäftsmodell unserer Bank modernisiert werden. Die Stärken der jeweiligen Banken können gebündelt und gezielt eingesetzt werden. Wir beginnen nun damit, die Details zu erarbeiten. Eines können wir bereits vorwegnehmen, unsere Gespräche werden unter folgenden Prämissen geführt: Kein Personalabbau, kein Rückzug aus der Region und kein Rückzug aus unserer Kundenbetreuung. Es werden fusionsbedingt keine Geschäftsstellen geschlossen.

Unsere Vision

Ziel von Fusionen sind meist die Hebung von Kosten- und Skaleneffekten. So natürlich auch bei uns. Wir möchten aber wesentlich weiter gehen. Die richtig große Chance besteht darin, mit einer Fusion "eine neue Bank" zu bauen - bildlich gesehen so, als ob man eine Bank heute "auf einer grünen Wiese" neu gestalten könnte. Dabei wollen wir alle bestehenden Strukturen hinterfragen, die Wirkung jeder Entscheidung auf unsere Strategie bewerten und Innovationen vorantreiben. Massive Effizienzgewinne sowie die absolute Ausrichtung auf das Kundengeschäft stehen dabei klar im Fokus. Tiefgreifende Veränderungsprozesse sind explizit gewollt - für eine moderne Bank in Waldeck-Frankenberg. Für die neue Bank soll eine bestmögliche Innovations-/ Veränderungsfähigkeit erreicht werden - stets gemäß dem Motto: Es gibt nichts, was wir nicht noch besser machen können.

Welche Vorteile ergeben sich auf den ersten Blick für Sie als unsere Kunde und Mitglieder?

Ein kleiner Einblick:

  • Wir schaffen neue, zusätzliche Beratungs- und Dienstleistungsangebote - ein direkter Mehrwert für alle.
  • Bei immer größer werdenden Genossenschaftsbanken steht für uns der Erhalt unserer Regionalität an erster Stelle. Unsere Kunden zu kennen und oft mit "du" anzusprechen, macht uns aus. Dies wollen wir erhalten.
  • Durch Spezialisierung soll die Beratungsqualität und -tiefe steigen.
  • Mit neuen (auch bankfremden) Angeboten wollen wir ein regionales Ökosystem schaffen.
  • Aufgrund der neuen Größe können wir auch bei großen Projekten oder für gehobene Mittelstandskunden ein attraktiver Partner sein.

Wie geht es nun weiter?

Transparenz ist fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Uns ist es wichtig, Sie frühzeitig über Meilensteine der Fusionsgespräche zu informieren und an dem Prozess teilhaben zu lassen.
Wir haben eine Daseinsberechtigung als regionale Genossenschaftsbank und sind maximal motiviert, eine neue, stärkere und bessere Bank für Sie zu bauen. Der erste wichtige Schritt ist getan und wir sehen mit voller Zuversicht nach vorn. Morgen kann kommen. In den regionalen Mitgliederversammlungen im Oktober 2022 bzw. in geplanten Veranstaltungen mit den gewählten Mitgliedern der Vertreterversammlung im Frühjahr 2023 werden wir Ihnen dazu persönlich und ausführlich Rede und Antwort stehen, sofern die Gespräche Früchte tragen.

Sie haben Fragen?

Das sind viele Informationen auf einmal und mit Sicherheit sind auch noch Fragen bei Ihnen offen. Gerne können Sie sich mit Ihren Anliegen an uns wenden, wir haben immer ein offenes Ohr und nehmen uns Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht jede Frage im Detail beantworten können. Wir halten Sie jedoch auf dem Laufenden.

Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um uns bei Ihnen zu bedanken. Danke für Ihr Vertrauen.